Bericht Nr. 10

Einsatz von Wasserhaushaltsmodellen zur Wasserbewirtschaftung am Beispiel des Thika-Chania-Gebietes in Kenia

Kurzfassung:

Physikalisch basierte mathematische Modelle, die eine gesamte Wasserbilanz eines Gebietes beschreiben, sind ziemlich neu. Es gibt nur wenige Beispiele einer Anwendung derartiger Modelle auf Gebiete mit den Verhältnissen wie sie in Kenia oder ähnliche Regionen typisch sind. Nach einer Auswertung einiger Bestehenden Wasserhaushaltsmodelle wurden zwei neuere Modelle, die für europäische Verhältnisse entwickelt wurden, ausgesucht und für die Wasserhaushaltsberechnung des Thika-Chania-Gebietes in Kenia angewendet. Das Einzugsgebiet mit einer Größe von 1852 km2 weist höhenabhängige agropklimatische Zonen, gemischte Landnutzung sowie verschiedene Bodentypen auf. Eine 8-jährige Datenreihe (1967-1973) abgeleitet von 2 Klimastationen, 6 Pegel und 23 Niederschlagsstationen innerhalb des Gebietes, bildet die Grundlage dieser Arbeit. Nach Modifikation beider Modelle, um den hydrologischen und klimatischen Gegebenheiten des Gebietes anzupassen wurde die Wasserbilanz des Gebietes berechnet und in die Ergebnisse für ein Teilgebiet mit einer Größe von 20 km2 miteinander verglichen. Eine Senitivtätsanalyse der wichtigsten Wasserhaushaltskomponenten (Evapotranspiration und Abfluss) sowie Untersuchengen zu den Folgen der angenommen Veränderungen der Landnutzung und des Klimas (nach den Ereignissen der Klimamodellen) wurden durchgeführt. Abschließend wurden die Möglichkeiten und Einschränkungen der Wasserbewirtschaftung durch Speicherung (um das Wasser zur Trinkwassernutzung und zur Bewässerung zu erhöhen) untersucht.