Die Wahrscheinlichkeit des gleichzeitigen Auftretens maßgebender Abflussereignisse in Kanalisationsnetzen und natürlichen Gewässern

Eigenfinanzierung

Die Einleitung von Niederschlagswasser (bei Trennkanalisationen) oder mit Abwasser vermischt (bei Mischkanalisationen) stellt für das aufnehmende natürliche Gewässer in verschiedener Hinsicht eine Belastung dar:

• Mengenmäßig, wenn im Gewässer zu der Zeit Hochwasser herrscht,

• durch Abdrift von Organismen, vor allem bei Einleitung in Niedrigwasserzeiten ("hydraulischer Stress"),

• durch Belastung mit sauerstoffzehrenden oder für die Organismen toxisch wirkenden Stoffen, wenn bei Niedrigwasser keine ausreichende Verdünnung gewährleistet ist.

Maßgebend ist also die Häufigkeit und das Ausmaß des Zusammentreffens von Abflüssen aus Kanalnetzen und in natürlichen Gewässern. Dieses Problem wurde für eine größere Zahl verschiedener Gebiete anhand von langen Abflussreihen untersucht. Dabei wurden mathematische Simulationsmodelle eingesetzt, um aus langjährigen Niederschlagsmessungen die Abflüsse für die Kanalnetze, teilweise auch für die natürlichen Gewässer zu berechnen.

Ein Abschlußbericht wurde Ende 1994 vorgelegt.