Studentische Arbeiten im Fachbereich Baulicher Brandchutz

Liebe Studierende,

hier erhaltet Sie eine Auswahl an möglichen studentischen Arbeiten, die Sie als Bachelorarbeit oder gegebenfalls als Studienprojekt oder Masterarbeit bearbeiten können.

Weitere Informationen sowie die Anmeldung erfolgen über Sabine Scheidel (sabine.scheidel[at]bauing.uni-kl.de)

Themenvorschläge

Betreuer: Fachgebiet Baulicher Brandschutz

Art der Arbeit: Masterarbeit/(großes Studienprojekt)

Kontakt: sabine.scheidel[at]rptu.de

Ein wesentlicher Aspekt des Brandschutzes stellt der des abwehrenden Brandschutzes dar. Dieser wird in Deutschland von den zuständigen Feuerwehren sichergestellt. Während Regelgebäude meistens erst ab einer Einteilung in die Gebäudeklasse 3 dahingehend einer detailierteren Betrachtung unterzogen werden, ist dies bei Sonderbauten grundsätzlich der Fall. Vor allem bei ausgedehnten Sonderbauten ist dies durch Anforderungen  in den Vorschriften bestimmt (Versammlungsstättenverordnung, Verkaufsstättenverordnung, Industriebaurichtlinie). Die Arbeit soll dabei vor allem aus der Perspektive der Feuerwehren bearbeitet werden. Ziel ist es, einen Leitfaden zu entwickeln, der in Abhängigkeit des Sonderbautypes und der Art der zuständigen Feuerwehr die erforderlichen Angaben in einer brandschutztechnischen Bewertung aufführt.

Betreuer: Fachgebiet Baulicher Brandschutz

Kontakt: sabine.scheidel[at]rptu.de

Eine begrünte Fassade bringt vor allem in Städten hinsichtlich des Klimas viele Vorteile mit sich. So wird die Luftqualität verbessert und der Wohnraum durch eine natürliche Verschattung vor Überhitzung geschützt. Zusätzlich dienen die Pflanzen als natürlichen Lebensraum von Tieren in den bebauten Gebieten. Doch aus brandschutztechnischer Sicht werden auch Bedenken geäußert, die eine Fassadenbegrünung gerade bei hohen Gebäuden in die Kritik stellen. So steigt das Risiko einer schnellen Brandausbreitung durch vorhandenes Totmaterial (Laub und Geäst).

Diese Arbeit soll einen Ist-Stand aufführen, der die Vorteile einer begrünten Fassade beschreibt, die aktuell in Deutschland geltenden Vorgaben in Bezug auf den Brandschutz aufzeigen und Ausführungsmöglichkeiten darstellen. Dabei solle eine grobe Bewertung der unterschiedlichen Ausführungen in brandschutztechnischer Hinsicht erfolgen, bei der vor allem die Schutzziele zur Verhinderung der Brandausbreitung und Sicherstellung wirksamer Löschmaßnahmen betrachtet werden.

Die Ausführung einer Fassadenbegrünung soll im Hinblick auf den Brandschutz betrachtet und bewertet werden. Dabei sollen gesetzliche Vorgaben geprüft und bewertet werden. Wichtig ist hierbei die Begründung der Vorgaben mit einzubinden. Es sollen unterschiedliche Ausführungsmöglichkeiten betrachtet werden

Erste Fragen:

Welche gesetzlichen Vorgaben bestehen für begrünte Fassaden?

Was ist im Hinblick auf den Brandschutz bei einer Fassadenbegrünung zu beachten?

Müssen Einschränkungen im Hinblick auf eine Ausführung der Fassadenbegrünung vorgesehen werden?

Welche Ausführungsvarianten können vorgesehen werden?

Betreuer: Fachgebiet Baulicher Brandschutz

Kontakt: sabine.scheidel[at]rptu.de

Die Selbstrettung von Personen im Brandfall zählt zu den zentralen Schutzzielen des vorbeugenden Brandschutzes. Flucht- und Rettungskonzepte basieren dabei häufig auf standardisierten Annahmen zum menschlichen Verhalten in Gefahrensituationen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass Menschen unterschiedlich auf Brände und Evakuierungssituationen reagieren. Neben Faktoren wie Alter, Mobilität, Ortskenntnis oder Gruppendynamik wird dabei auch das Geschlecht als möglicher Einflussfaktor diskutiert.

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Selbstrettung in Gebäudebränden nachweisbar sind und welche Bedeutung diese Erkenntnisse für den vorbeugenden Brandschutz besitzen. Untersucht werden insbesondere Unterschiede im Risikoverhalten, in der Wahrnehmung von Warnsignalen, im Entscheidungsverhalten während der Evakuierung sowie im sozialen Verhalten gegenüber anderen Personen.

Ziel der Arbeit ist die Analyse und Bewertung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus den Bereichen Brandschutz, Sicherheitsforschung, Psychologie und Katastrophensoziologie. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob bestehende Evakuierungsmodelle und brandschutztechnische Planungsansätze menschliche Verhaltensunterschiede ausreichend berücksichtigen.

Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Bedeutung menschlicher Faktoren im vorbeugenden Brandschutz besser einzuordnen und mögliche Konsequenzen für zukünftige Evakuierungs- und Sicherheitskonzepte aufzuzeigen.

Die Bearbeitung, eigener Themen aus dem Bereich Brandschutz ist ebenfalls möglich.

Wenn Sie Interesse an einer Bearbeitung eines Themas aus dem Bereich Brandschutz haben, schreiben Sie bitte eine E-Mail an Sabine Scheidel

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