Fachgebiet GST auf den Bauphysiktagen




Das Fachgebiet GST hat mehrere Vorträge auf den Bauphysiktagen in Kaiserslautern gehalten. Die Konferenz findet alle zwei Jahre im Wechsel zwischen Kaiserslautern und Weimar statt und beinhaltet spannende Vorträge zu sämtlichen Aspekten der Bauphysik wie Behaglichkeit, Nachhaltigkeit aber auch Brandschutz, Licht und Akustik.
Bereits am ersten Tag der zweitägigen Konferenz berichtete Dr. Mônica Martins Pinto zum Thema „Monitoring- und Warnsystem für sommerliche Überhitzung in Gebäuden mit vulnerablen Personen“ und zeigte dabei aktuelle Entwicklungen aus dem Interreg-Projekt Adapt, in dem u.a. Messstationen entwickelt wurden, die über ein Frühwarnsystem während Hitzewellen zum besseren Schutz von vulnerablen Personen beitragen sollen.
Nachmittags folgten zwei Vorträge von Dr. Margarita Alwalidi und Dr. Daniel Schmidt. Frau Alwalidi berichtete über „Vorteile spektraler Simulation bei der Untersuchung von Verglasungen und Leuchten“. Der Beitrag befasst sich mit der spektralen Diskretisierung von Licht und Materialeigenschaften in der Simulation und untersucht den Einfluss dieser Diskretisierung auf die Vorhersage des jährlichen Beleuchtungsenergiebedarfs.
Herr Schmidt präsentierte unter dem Titel „Prädiktive Optimierung von Energieflüssen in Wohngebäuden unter Berücksichtigung von Power-To-Heat, Power-To-Power und Vehicle-To-Building“ und zeigt in dem Beitrag, wie Flexibilität auf Gebäudeebene zukünftig gezielt genutzt werden kann, um Spitzenlasten zu reduzieren. Dies kann potenziell einen Beitrag zur herausfordernden Klimaneutralität im Gebäudesektor leisten.
Der zweite Konferenztag startete mit einer Präsentation von Philip Balizki mit dem Titel „Einfluss der Evapotranspiration von Pflanzen auf die thermische Behaglichkeit im Außenraum“. Die Arbeit zeigt, wie niedrige Vegetation den empfundenen Hitzestress verringern kann, gestützt auf einen eigens entwickelten gekoppelten Arbeitsablauf zur Bewertung dieser Effekte.
Abschließend stellte Prof. Dr. Sabine Hoffmann das Thema „Thermophysiologische Modellierung der Kompensationstemperaturdifferenz dezentraler Kühlgeräte“ vor. Dabei konnten einerseits die Vorteile von dezentralen Geräten auf die Behaglichkeit und den Energiebedarf von Gebäuden dargestellt, andererseits aber auch die Herausforderungen in der Simulation anschaulich dargestellt werden.
Ein besonderer Glückwunsch geht an Philip Balizki, der für seine großartige Arbeit mit dem „Best Paper Award“ ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus bedankt sich das Fachgebiet ganz herzlich bei den Kolleginnen und Kollegen der Bauphysik für die tolle Organisation einer sehr gelungenen Konferenz.